Team evid.one

Team evid.one

Was können Mannheimer Medizinstudenten mit dem CUBEX41 zu tun haben?

Mein Name ist Johann, ich habe 2016 mein Medizinstudium in Mannheim beendet und bin momentan in der Medizintechnik zu finden. Klingt erst mal ziemlich ungewöhnlich, und ich hätte es mir selbst bis vor kurzem nicht vorstellen können.

Wie kam es dazu? Mir hat das Studium selbst oft viel Spaß gemacht. Mir hat auch die Arbeit mit Patienten Spaß gemacht. Was mir gefehlt hat, war in irgendeiner Form kreativ sein zu können und zu dürfen – ich kannte mich irgendwann unheimlich gut aus in vielen medizinischen Disziplinen, aber trotzdem wollte ich irgendetwas selbst entwickeln. Ich interessierte mich schon relativ früh für technische und digitale Produkte – und merkte, dass es hier möglich ist, tatsächlich selbst etwas zu entwickeln, und ausgetretene Pfade zu verlassen. Ich habe dann in den USA eine summer session „business und entrepreneurship“ an der University of California, Riverside gemacht, um betriebswirtschaftliche Aspekte besser zu verstehen und auch um einfach mal rauszukommen. Es war eine ganz andere Welt, ich will gar nicht sagen besser als Medizin, aber mein Fokus wurde in vielerlei Hinsicht wesentlich geweitet. Das war eine sehr gute Erfahrung für mich – der Blick über den Tellerrand hat sich sehr gelohnt!

 

Aktuell versuche ich die Bereiche zu kombinieren. Ich will wieder nah die Patientenversorgung herankommen, aber auch meinen Idealen treu bleiben und selbst ein Produkt entwickeln, also versuche ich den Spagat. Ich hatte großes Glück – denn ich habe ein Team gefunden, mit dem ich die Entwicklung von „evid.one“ – unserem ersten Produkt, einer App – mit viel mehr Power und Kreativität vorantreiben kann, als ich das jemals alleine könnte.

Und ja, das Ganze hat auch dunkle Seiten: Ich werde an manchen Tagen von Papierkram und Verwaltung erdrückt, muss mich um sehr viele finanzielle Angelegenheiten kümmern und bin selbst auch finanziell wesentlich schwächer aufgestellt, als ich es im Krankenhaus wäre – von Kontinuität gar nicht zu sprechen.

Auf der anderen Seite können wir unser eigenes Produkt bauen, haben gemeinsam mit der Idee Wettbewerbe gewonnen, viele Interessante Menschen kennen gelernt – einmalige Erfahrungen, die niemand von uns missen möchte!

 

Das CUBEX41 war immer ein wichtiger Anlaufpunkt!

Am Anfang jeder Unternehmung bist du maximal unsicher, hast einen hohen Wissensbedarf, und brauchst sehr viel Beratung und Hilfe, auch für kleine Schritte, denn die machen wir Jungunternehmer ja nun zum ersten Mal in unserem Leben.

Ich hatte mich mit dem Cluster Medizintechnologie der Stadt Mannheim vernetzt, das zügig den Kontakt zum CUBEX41 hergestellt hat. Hier haben wir als junge Unternehmer viel kostenlose Beratung und Unterstützung bei Antragsstellungen, Verwaltung und sonstigen Fragen bekommen, außerdem Besprechungsräume und die Vernetzung mit anderen Unternehmen. Wir hatten immer das Gefühl, dass man hier unternehmerisches Handeln schätzt und uns so gut es geht unterstützt, das gibt uns einen moralischen Boost, den wir oft gut gebrauchen können.

Auch haben wir hier andere Unternehmen gefunden, die in denselben Schwierigkeiten stecken wie wir – ein Austausch, der Gold wert sein kann. Später wird es dann wichtig, den Kontakt zu seinen Kunden zu suchen und zu finden, und auch hier ist das CUBEX41 eine enorm wichtige Anlaufstelle, der Gedanke, dass man alles allein aufbauen könnte, ist eine Illusion.

Man braucht Unterstützung und Input, und genau das haben wir hier gefunden. Wir können uns daher gut vorstellen, langfristig in Mannheim zu bleiben – mit ein Verdienst des CUBEX41. Gratulation!

 

Kurz zusammengefasst: CUBEX41 ist ein Top-Anlaufstelle für alle Mediziner, die das Bedürfnis verspüren ein technisches Produkt für die Medizin zu entwickeln. Meine Empfehlung: Wagt es, in Deutschland sind die Bedingungen dafür enorm gut. Wenn ihr mehr wissen wollt, dann schreibt mich an und wir können uns treffen!

 

johann.rink@medinet-it.de

Foto: Team evid.one (Johann Rink, Felix Franz, Henry Müssemann, v.l.n.r.)